Keyword-Recherche für Microsoft-Partner: So findest du die Suchbegriffe deiner Kunden
Gute Keyword-Recherche beginnt nicht im Tool, sondern bei den Fragen, die Kunden im Vertrieb stellen. Kombiniert mit Suchdaten und einer klaren Priorisierung nach Kaufnähe entsteht ein Themenplan, der Inhalte dorthin lenkt, wo Anfragen entstehen.
Dein Portfolio ist stark. Wir sorgen dafür, dass es gefunden wird: jeden Tag, bei Google und in der KI-Suche.
Der häufigste Fehler
Viele Websites von IT-Dienstleistern sprechen die Sprache des Anbieters: Digitalisierungspartner, ganzheitliche Lösungen, Modern Work. Kunden suchen anders. Sie geben ihr Problem ein, oft sehr konkret: „Teams Telefonie einrichten Kosten“ oder „Business Central Einführung Dauer“.
Schritt 1: Den Vertrieb fragen
Die besten Keywords stecken in E-Mails, Angebotsgesprächen und Support-Tickets. Sammle die zwanzig Fragen, die dein Vertrieb am häufigsten hört. Das ist dein Rohmaterial, und es ist besser als jede Tool-Liste.
Schritt 2: Mit Suchdaten abgleichen
Prüfe in Tools wie der Google Search Console, dem Keyword-Planer oder SEO-Software, wie Kunden diese Fragen tatsächlich formulieren und wie oft. Achte auf Varianten, Synonyme und regionale Zusätze.
Schritt 3: Nach Kaufnähe sortieren
- Informativ: „Was ist Microsoft Fabric?“ Gut für Sichtbarkeit, selten direkt für Anfragen.
- Vergleichend: „Business Central vs. SAP Business One“. Der Kunde wägt ab.
- Transaktional: „Azure Migration Dienstleister München“. Hier entstehen Anfragen.
Alle drei Stufen sind wichtig. Für schnelle Ergebnisse priorisierst du die transaktionalen und vergleichenden Begriffe.
Schritt 4: In Cluster ordnen
Gruppiere die Begriffe nach Lösung. Jede Gruppe bekommt eine zentrale Leistungsseite und mehrere Artikel, die einzelne Fragen beantworten und auf die Leistungsseite verlinken. So erkennt Google, dass du das Thema umfassend abdeckst.
Nicht vom Suchvolumen blenden lassen
Im B2B-Umfeld haben die wertvollsten Begriffe oft nur zehn oder zwanzig Suchen im Monat. Das ist kein Problem. Ein einziger Auftrag aus „Dynamics 365 Partner Maschinenbau“ ist mehr wert als tausend Besucher aus einem allgemeinen Ratgeberthema.
Vom Plan zur Veröffentlichung
Am Ende steht eine priorisierte Liste mit Themen, Zielseiten und Suchintention. Entscheidend ist, dass sie abgearbeitet wird: regelmäßig, mit fachlich geprüften Inhalten.
Fazit
Keyword-Recherche ist Kundenverständnis mit Daten. Wer die Fragen seines Vertriebs mit Suchdaten verbindet und nach Kaufnähe priorisiert, schreibt Inhalte, die gefunden werden und Anfragen bringen.
Häufige Fragen
Welches Tool brauche ich für die Keyword-Recherche?
Für den Start reichen die Google Search Console und der Keyword-Planer. SEO-Tools helfen bei Wettbewerbsanalyse und größeren Themenplänen.
Wie viele Keywords pro Seite?
Eine Seite sollte ein Hauptthema mit seinen Varianten abdecken. Mehrere unterschiedliche Themen gehören auf mehrere Seiten.
Lohnen sich Keywords mit wenig Suchvolumen?
Im B2B ja. Spezifische Begriffe mit wenig Volumen haben oft die höchste Kaufnähe und kaum Konkurrenz.
Wie oft sollte die Recherche aktualisiert werden?
Mindestens quartalsweise, bei neuen Microsoft-Produkten oder Lizenzänderungen auch zwischendurch.